Wenn Sterne zufallen scheinen
Der Perseiden Meteorschauer oder auch bekannt als “Tränen des Laurentius” findet jährlich in der ersten hälfte des August statt. Der Meteorstrom erreicht jeweils um den 12. August seinen Höhenpunkt mit bis zu 100 Sternschnuppen in der Stunde. Der Radiant des Perseiden-Stroms liegt im Sternbild Perseus, nahe der Grenze zur Kassiopeia.
Einzelaufnahme eines Meteors beim Verglühen in der Erdatmosphäre. Aufgenommen am 14. August 2026 (UTC 01:31 Uhr), mit dem Sony 16-35mm 2.8 GM II Weitwinkelobjektiv und der Sony A7III. F 2.8, 13 s und ISO 8000.
Das musst du wissen, wenn du die Perseiden sehen möchtest
Viel Rummel um die Perseiden doch was du wirklich brauchst, sind ein dunkler Himmel, etwas Geduld und ein bequemer Platz. Mehr eigentlich nicht. Weiter können die Perseiden natürlich auch vor sowie nach dem 12. August beobachtet werden.
Die vom Kometen 109P/Swift-Tuttle verlorengegangenen Perseiden, treten mit 11.2 bis 72 km/s in unsere Erdatmosphäre ein. Wobei die meisten Meteore in etwa 80 bis 120 km Höhe verglühen.
Zeitraum: etwa 17. Juli bis 24. August.
Höhepunkt: in der Nacht vom 12. auf den 13. August, mit dem Maximum in den frühen Morgenstunden des 13. August.
Beste Beobachtungszeit: zwischen 22 Uhr und 4 Uhr, besonders nach Mitternacht bis zur Morgendämmerung.
Für die beste Sicht:
Suche einen möglichst dunklen Ort fern von Straßenlaternen und Städten.
Versuche denn Vollmond zu meiden oder warte bis dieser untergeht.
Lass deinen Augen etwa 20–30 Minuten, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen.
Du brauchst kein Teleskop oder Fernglas – mit bloßem Auge siehst du die meisten Sternschnuppen.
Schaue nicht direkt zum Sternbild Perseus, sondern beobachte einen möglichst großen Bereich des Himmels.
Meteor - Besucher aus den Tiefen des Alls
Die meisten Meteore verglühen in einer Höhe von rund 80 bis 120 Kilometern. Beim Eintritt in die Erdatmosphäre treffen die Meteoroiden mit enormer Geschwindigkeit auf die Luftmoleküle. Durch die extrem schnellen Zusammenstösse und die Kompression der Luft vor dem Meteoroiden wird diese auf mehrere tausend Grad erhitzt und teilweise ionisiert. Dabei entsteht die charakteristische Leuchterscheinung, die wir als Meteor oder Sternschnuppe wahrnehmen.
Farben bei Meteoriden
Blau - Ionisiertes Plasma (Entsteht durch die enorme Reibungshitze beim Eintritt)
Grün - Ionisierung von Nickel und Magnesium
Rot - Rauchgase welche nach dem Verglühen übrig bleiben
So fotografiere ich die Perseiden 2026
Die Vorfreude war auch bei mir, wie jedes Jahr, riesig. Obwohl ich bereits seit mehreren Jahren für die Perseiden in die dunklen Berge steige, hat die Faszination für diesen Meteorschauer kein bisschen nachgelassen. Im Gegenteil – jedes Jahr aufs Neue zieht es mich hinaus in die Dunkelheit, in der Hoffnung, möglichst viele Sternschnuppen über den Himmel ziehen zu sehen und diese mit meinen Kameras einfangen zu können. Dieses besondere Gefühl, nachts unter einem klaren Sternenhimmel zu stehen und plötzlich einen hellen Meteor über das Firmament schiessen zu sehen, ist für mich einfach immer wieder etwas ganz Besonderes.
Wie viel Vorbereitung steckt hinter meinen Aufnahmen?
Im Gegensatz zu meinen Milchstrassenaufnahmen sind Meteorschauer für mich deutlich weniger planungsintensiv. Hier spielt das Glück eine wesentlich grössere Rolle. Da man anders als bei der Milchstrasse, unmöglich die Positionen oder Flugbahnen von Meteoriden voraussagen kann.
Für mich bedeutet die Vorbereitung deshalb vor allem:
Den Himmel anhand verschiedener Wetterkarten auf Bewölkung prüfen
Die Mondphase berücksichtigen – idealerweise bei Neumond oder nach Monduntergang
Einen möglichst dunklen Standort aufsuchen, fernab von störender Lichtverschmutzung
Genügend Zeit einplanen, denn wann und wo der nächste Meteor erscheint, bleibt dem Zufall überlassen
Und genau das macht für mich einen Teil der Faszination aus: Man kann noch so gut planen – welcher Meteor tatsächlich über den Himmel zieht, entscheidet am Ende das Glück.